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Kooperation statt Konkurrenzkampf
Der amerikanische Soziologe Thorsten Veblen beschrieb bereits 1899 das Phänomen des „gekauften“ Geltungsbewusstseins, das weit über die Primärbedürfnisse hinausgeht und nur zur Steigerung des Prestiges dient. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Konsummuster auch in Europa gefestigt – durch die Globalisierung ist dieses nun in allen Teilen der Welt zu finden. Liegt der Trend vielleicht in der Natur des Menschen? Nein.
Unzählige Studien belegen, dass der Mensch geboren ist, um miteinander zu kooperieren. Das Konkurrenzverhalten ist systembedingt und liegt nicht in unserer Natur. Christian Felber, Autor des Buches „Gemeinwohlökonomie“ schreibt hierzu „Wenn wir Menschen nicht lernen, zu kooperieren und uns zu solidarisieren, werden wir die Machtverhältnisse nicht in Frage stellen und mit vereinter Kraft verändern, sondern lieber versuchen, uns selbst mit Ellbogentechnik in den Bereich der Macht und in die gesellschaftlichen Eliten vorzukämpfen. Dabei bleibt allerdings die Mehrheit von uns auf der Strecke.“[1]
Dazu werden 45 % der weltweiten Ressourcen von Europa, Nordamerika und Ozeanien verbraucht. Das bedeuted, dass fast die Hälfte aller Ressourcen weltweit, also von einem Viertel der Weltbevölkerung, konsumiert wird.
Tauschen, verschenken, handeln: eine andere Welt ist möglich!
Vorweg muss geklärt werden, dass selbstverständlich die Grundbedürfnisse gedeckt werden müssen, um eine gute Lebensqualität genießen zu können. Alles was darüber hinausgeht – noch ein neues Handy, die zwanzigste Hose, schicke Schuhe im Ausverkauf, die ohnehin keinen Platz mehr im Schrank haben – gilt es zu überdenken. Darüber hinaus setzt die große Nachfrage an Ressourcen unseren Planeten massiv unter Druck und der Massenkonsum bringt enorme soziale, wirtschaftliche und ökologische Konflikte mit sich.
Konsum macht erwiesenermaßen nicht glücklich! Alternative Konsumstile verbreiten sich daher wie ein Lauffeuer durch unsere Gesellschaft. Swap-Gruppen, Geschenk-Börsen, Reparaturnetzwerke, Upcycling-Communities, u.v.m. sprießen - in echten sowie virtuellen Netzwerken - wie wild aus dem Boden und bringen Vorteile auf allen Ebenen – die Geldbörse wird entlastet, Ressourcen gespart und es macht dazu auch noch Spass!
Diesen Monat widmet sich REdUSE dem alternativen Konsumerhalten. Haltet euch auf facebook.com/reduse auf dem Laufenden über konkrete Alternativen, Tipps und spannenden Ansätzen.